Wir wollen hier dem Laien aber auch dem interessierten ein wenig über GPS erzählen und es näherbringen.
Was ist GPS:
GPS steht für "Global Positioning System", also weltweite Standortbestimmung. Navigationssatelliten, die in Erdumlaufbahnen von ca. 20.000 km Höhe zweimal am Tag die Erde umkreisen, senden laufend ihre Bahndaten und die genaue Uhrzeit aus. Aus den Laufzeiten der Signale von mehreren gleichzeitig empfangenen Satelliten und deren Standort berechnet der GPS-Empfänger alle 15 Sekunden, seinen Standort auf der Erde.
Die Geräte sind dabei in der Lage, bei ihrer erstmaligen Standortbestimmung entweder einen "AutoLocate" durchzuführen, d.h. selbständig ihre Position zu ermitteln, oder aber nach Angabe des Standort-Landes durch den Bediener dieses in wesentlich kürzerer Zeit aufgrund der jeweiligen Almanach-Daten vorzunehmen (siehe auch Grundbegriffe der GPS-Navigation).
Das System ist unabhängig von Licht- und Sichtverhältnissen, Missweisung, Ablenkung oder Landmarken. GPS ist also auch dort noch brauchbar, wo andere Orientierungsverfahren versagen. Der Standort kann oft auf einen einzigen Tastendruck hin angezeigt werden.
Um die Anzeige optimal nutzen zu können, verwendet man am besten eine topographische Karte mit Angaben zum geographischen Netz (Längen- / Breitengrade) oder geodätischen Gitter.
Eingeschränkt sind die Empfangsmöglichkeiten dadurch, daß sich Funkwellen der verwendeten Frequenz geradlinig fortpflanzen, also - außer auf See und zumeist auch im Flugzeug - durch Hindernisse (Berge, Bäume, Gebäude) abgeschattet werden können. Für geschlossene Fahrzeuge ist somit zumeist eine Außenantenne sinnvoll, manchmal reicht auch die Anbringung einer Aktivantenne am Fuß der Frontscheibe, wenn diese eine ausreichende Schräge hat.
Ein GPS-Gerät ersetzt in der Regel weder Kompass noch Höhenmesser (insbesondere dann, wenn keine Bewegung erfolgt), auch wenn manchmal ein vergleichbarer Effekt entsteht. Als reiner Empfänger bietet es auch keine Ortungsmöglichkeiten z.B. für Suchtrupps. Die Systemgenauigkeit im Zentimeterbereich stand aufgrund des militärischen Ursprungs und der bewussten Verfälschung für zivile Nutzer (s. u.) bis zum 01.05.2000 nicht zur Verfügung, sondern bewegte sich etwa im 100 m Bereich. Diese Größenordnung reichte in der Regel bereits für Orientierungszwecke, zumal zu berücksichtigen ist, dass z.T. noch größere Fehler durch ungenaue Messungen aus der Karte entstehen können.
Für den mobilen Einsatz reichen (auto)batteriebetriebene Handgeräte, die z.Z. nur noch wenige hundert Gramm bzw. Mark wiegen bzw. kosten. Einbaugeräte bzw. solche für Sondereinsatzzwecke (z.B. Flugverkehr) sind demgegenüber aufwendiger.
Die Hauptfunktionen sind im Dauerbetrieb oder mit Einzelmessungen verfügbar: geographische Breite und Länge, Datum und Uhrzeit (auch für Rechnungen zum Sonnenauf- und -untergang am Zielpunkt), Speichern von Waypoints sowie GOTO - Funktionen (Richtung und Entfernung vom derzeitigen Standort zum eingespeicherten Zielpunkt).
GPS ist genauer, vielseitiger und handlicher als alle anderen bisher verfügbaren Navigationshilfen. Man muss aber davor warnen, sich ausschließlich nur noch von der Satellitennavigation abhängig zu machen. Neben den schon angesprochenen Ungenauigkeiten in der Positionsangabe spricht dagegen, daß auch die Geräte technisch versagen können, also nicht nur die mögliche Abschattung und die Stromversorgung Grenzen setzen, sondern auch Bedienungsfehler, Beschädigungen, Feuchtigkeit und extreme Hitze wie auch Kälte.
Im Freien
GPS-Geräte eignen sich auch zum Einsatz am Fahrrad, beim Wandern (zum Beispiel als kompaktes Gerät am Handgelenk) oder im Flugzeug oder neuerdings auch beim Fotografieren (Fotoverortung). Der Funktionsumfang der im Handel erhältlichen Geräte richtet sich nach Anwendungsbereich und Preis. Schon einfache Geräte können heute nicht bloß die Längen- und Breitengrade anzeigen, sondern auch Richtungsangaben machen, Entfernungen berechnen und die aktuelle Geschwindigkeit angeben. Die Anzeige kann so eingestellt werden, dass ein Kompasssymbol ausgegeben wird, das nicht nach Norden, sondern in die Richtung zeigt, die vom Benutzer durch die Eingabe der Zielkoordinaten (Wegpunkt) angegeben worden ist. GPS-Geräte stellen hier eine Weiterentwicklung der klassischen Navigation mit Kompass und Karte dar. Diese Funktion verwendet man zum größten Teil bei der Schatzsuche per GPS (Geocaching). Hochwertige, moderne Geräte können neben Wegpunkten, Routen und Track Logs auch digitale Karten speichern und damit den aktuellen Standort auf einer Karte darstellen. Für den Außenbereich liegen für verschiedene Länder Topografische Karten im Maßstab 1:25.000 zur Nutzung mit dem GPS vor.
Wenngleich die Outdoor-GPS-Geräte dafür nicht primär gedacht sind, können selbst kleine Armbandgeräte in Autos oder in der Bahn (Fensterplatz) verwendet werden; der Empfang in Gebäuden ist jedoch mit diesen Geräten gewöhnlich nicht möglich.
Quelle: Wikipedia





